Kultur und Geschichte erleben im Achterland
Usedom ist bekannt für seine illustren Gäste aus Musik, Mode und Malerei. So verbrachte beispielsweise der deutsch-amerikanische Maler Lyonel Feininger viel Zeit auf Usedom, und im Kunsthaus Usedom-Wollin sollten Sie das Feininger Kabinett im Alten Rathaus der Stadt Usedom besuchen. Die Stadt, die im 13. Jh. ihr Stadtrecht erhielt, beeindruckt heute durch das Anklamer Stadttor und die Marienkirche sowie den Schlossberg. Unternehmen Sie einen historischen Stadtrundgang auf den Spuren Ottos von Bamberg oder entdecken Sie die Malorte Lyonel Feiningers auf der „Feininger-Rad-Tour“ durch den Süden der Insel Usedom.
Die Insel bietet darüber hinaus kulturhistorische Schätze, wie die Reste der Eisenbahn-Hubbrücke in Karnin. Ganz im Osten des Achterlandes erhebt sich der Golm mit einem bronzezeitlichen Burgwall und einem großen Gedenkfriedhof. Und auch in der Welt der Musik hat Usedom einen klangvollen Namen. So präsentieren sich jedes Jahr berühmte Künstler beim Usedomer Musikfestival, u. a. in Kirchen des Achterlandes. Besuchen Sie die älteste Kirche der Insel in Liepe oder die Schlösser in Pudagla, Mellenthin und Stolpe – Orte, die spannende Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählen.
Schlösser, Kirchen, Mühlen und Denkmäler
Der Golm
Ganz im Osten der Insel befindet sich nahe der Ortschaft Kamminke die Erhebung des Golm, das ehemalige Ausflugsgebiet von Swinemünde mit einem bronzezeitlichen Burgwall. Heute ist hier ein großer Gedenkfriedhof auf dem tausende Opfer des Bombenangriffs auf Swinemünde 1945 begraben liegen. Vom Golm aus kann man einen Blick auf Swinemünde werfen.
Ehemalige Eisenbahn-Hubbrücke Karnin
Wo heute die Reste der Hubbrücke (gebaut 1932) inmitten des Peenestroms stehen verliefen vor 1945 die Gleise der Eisenbahnlinie Berlin-Swinemünde. Ihr Mittelteil konnte durch eine gewaltige Stahlkonstruktion für die Schifffahrt angehoben werden Der ehemalige Bahnhof der Stadt Usedom ist heute das Naturparkhaus mit einer umfangreichen Ausstellung zur Flora und Fauna des Naturparks Insel Usedom.
Mühlen in Benz und Pudagla
Die Holländerwindmühle in Benz ist ganzjährig zur Besichtigung geöffnet. Ihre Schönheit begeisterte auch den Maler Otto Niemeyer-Holstein, der auf dem Friedhof unterhalb der Mühle begraben liegt. In der restaurierten Bockwindmühle in Pudagla aus dem Jahr 1856 kann im Inneren die Funktionsweise der alten Mechanik studiert und während des Erntedankfestes diese in voller Funktion erlebt werden.
Die Schlösser in Mellenthin, Pudagla und Stolpe
Das Mellenthiner Wasserschloss war einst einer der stattlichsten Herrensitze in der Region und es lohnt um den Burggraben und den dahinter liegenden Park zu bummeln. Das vom Pommernherzog Ernst Ludwig 1574 errichtete Schloss Pudagla mit einem Renaissanceportal dient heute als Mittelalterschloss mit entsprechenden Angeboten. Das Schloss Stolpe aus dem 16. Jh. war ehemals im Besitz der Familie von Schwerin. Heute finden hier kulturelle Veranstaltungen des Vereins Schloss Stolpe statt.
Die Kirchen in Benz, Liepe, Mellenthin und Morgenitz
Die Benzer Kirche ist ein Feldsteinbau aus dem 17.Jahrhundert, wohingegen die Lieper Kirche, 1216 erstmals erwähnt, der älteste Kirchenbau auf der Insel Usedom ist. Vor dem spätgotischen Westgiebel der turmlosen, mittelalterlichen Kirche von Morgenitz, deren Glockenstuhl neben der Kirche steht, befinden sich etliche slawische Mahlsteine als Zeugnisse der vorchristlichen Frühzeit. Die Mellenthiner Kirche wird von einem alten Friedhof umrahmt und besticht vor allem durch seine bemerkenswerte, teilweise aus dem Mittelalter stammende Ausstattung mit Tafelbildern und Gewölbemalereien.




