Sehenswertes in der Stadt Usedom
Klaus-Bahlsen-Haus
Es könnte keinen besseren Ausgangspunkt für einen Rundgang durch die Stadt Usedom geben als dieses liebevoll restaurierte Backsteingebäude in der Bäderstraße. Von 1876 bis 1945 war es der städtische Bahnhof, heute beherbergt es die Stadtinformation und das Büro vom Naturpark Insel Usedom. In einer permanenten Ausstellung lernt der Besucher alles Wichtige rund um das Wasser als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, über die geologische Geschichte der Insel Usedom und die verschiedenen Ökosysteme im Naturpark Insel Usedom, durch den im Sommerhalbjahr auch geführte Radtouren und Wanderungen angeboten werden.
Anklamer Tor
Das Anklamer Tor ist das letzte von ursprünglich drei mittelalterlichen Stadttoren, die durch eine mächtige Ringmauer verbunden waren. Der erhaltene gotische Backsteinturm aus dem Jahre 1450 begeistert durch seine Fassade mit ihren schmalen Blendbögen, die in einem Walmdach gipfeln. Über eine Stahltreppe geht es an der Südseite des Turms zum niedrigen Eingang der Heimatstube – ein kleines Museum, das über die Arbeit der Bauern, Handwerker und Fischer informiert und alte Handwerksgeräte zeigt, so auch eines zur Flachsverarbeitung, die zu früheren Zeiten eine der wirtschaftlichen Stützen der Region war.
Marienkirche
Imposant überragt die Marienkirche – die einzig erhaltene von ursprünglich fünf städtischen Pfarrkirchen – den Marktplatz der Stadt Usedom. Ihre Ursprünge lassen sich auf das frühe 14. Jahrhundert datieren, allerdings entstand die heutige dreischiffige Hallenkirche mit ihren sechs Jochen erst nach dem Stadtbrand von 1475. Im späten 19. Jahrhundert wurde der Chor der Marienkirche erneuert – ebenso wie auch der obere Teil des Kirchturmes mit der schlanken Laterne und die Innenausstattung.
Rathaus
Neben der imposanten Marienkirche wirkt das Rathaus Usedoms fast wie ein Miniatur-Bauwerk. Das Usedomer Stadtwappen prangt an der marktseitigen Fassade des von Mittelrisalit gegliederten Traufenhauses aus dem 18. Jahrhundert, das zugleich auch Gemeindesitz des Usedomer Winkels ist.
Schlossberg
Über eine kopfsteingepflasterte Straße führt der Weg vom Marktplatz zum Hafen. Unweit entfernt vom Hafen führt außerdem ein Weg vorbei an Gemüsegärten und Hühnerställen zur Keimzelle der Stadt, dem Schlossberg, der sich gerade mal 10 Meter über Usedom erhebt. Dort, wo bis ins 17. Jahrhundert ein Schloss thronte, befindet sich heute ein 5 Meter hohes Granitkreuz, das an die Christianisierung der Slawen erinnert. Am Sockel des Denkmals wurde ein bedeutsames Zitat des Bischofs Otto von Bamberg eingraviert: „Gott will nicht erzwungenen, sondern freiwilligen Dienst.“
Hafen
Im idyllischen Hafen des Usedomer Sees liegen Fischer- und Segelboote. Vor dieser beeindruckenden Kulisse lädt die Vorpommersche Landesbühne während der Sommermonate mehrmals wöchentlich zu Theatervorstellungen auf die Hafenbühne ein, während die urig-einfache Hafenkneipe für den kleinen Hunger Fischbrötchen und Räucherfisch bereithält.
Swinemünder Straße
Nördlich vom Markt hat sich die Swinemünder Straße zu einer netten Flaniermeile entwickelt. In den niedrigen Ackerbürgerhäusern haben Boutiquen und Antiquitätengeschäfte Einzug gehalten. Wer gern nach altem Porzellan, Lampen und Kunsthandwerk stöbert, ist hier an der richtigen Adresse.




