Sehenswertes in Mellenthin und Umland
Kirche von Mellenthin
Neben majestätischen Eichen steht inmitten des Friedhofs die Mellenthiner Kirche mit ihren mittelalterlichen Fresken. Weit über die Ortsgrenzen hinweg ist die Turmspitze des Gotteshauses, dessen Ursprünge bis in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts zurückreichen, erkennbar. Die wohl ältesten Elemente sind der aus Feldsteinen errichtete Chor und die Sakristei. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche um das Langhaus um den Turm erweitert, welcher seine barocke Haube und den Helm erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts erhielt. Die reiche Innenausstattung der Kirche ist nicht nur für Kunsthistoriker interessant. Eine in die Wand eingelassene Grabplatte von 1594 zieht die Blicke der Gäste schon im Eingangsportal auf sich. Ebenso faszinierend wirken der Opferstock aus dem 15. Jahrhundert und die mit Liebe zum Detail angefertigten Schnitzarbeiten an der Orgelempore.
Gutshof in Mellenthin
Der ehemalige Gutshof des Mellenthiner Schlosses, ein lang gestreckter Backsteinbau, beherbergt heute ein Biohotel mit gemütlichem Café-Restaurant. Auf dem Pyramidendach des Gesindehauses hält alljährlich im Sommer ein Storchenpaar Einzug.
Wasserschloss in Mellenthin
Das Wasserschloss Mellenthin liegt auf einem von einem Wassergraben umgebenen Inselchen im Park. Das dreistöckige Hauptgebäude wird von zwei niedrigen Seitenflügeln begrenzt. Rüdiger von Neuenkirchen ließ das Schloss in den 70-er Jahren des 16. Jahrhunderts auf der Basis von Plänen des italienischen Baumeisters Antonio Wilhelmi errichten. Von der kostbaren Innenarchitektur aus früheren Zeiten ist nur noch der imposante Kamin aus dem Jahr 1613 mit einem farbigen Relief, das den einstigen Schlossherren Rüdiger von Neuenkirchen in einem vom Teufel gelenkten goldenen Streitwagen zeigt, erhalten. Seit 2001 ist das Wasserschloss im Besitz der Familie Fidora, die es im Zuge der grundlegenden Sanierung zum Wohlfühlhotel umbaute. Im alten Rittersaal ist ein gemütliches Restaurant eingerichtet, in dem einmal wöchentlich auch ein mittelalterliches Ritterbuffet angeboten wird. Der Schlossherr baut derzeit an einer eigenen Brauerei, die in Kürze eröffnet wird.
Botanischer Garten in Mellenthin
Am Mellenthiner Ortsausgang in Richtung B110 entfalten im 6 Hektar großen Botanischen Garten 50.000 Pflanzen, darunter Rosen, Azaleen und Tulpen, ihre Pracht. Auf einem Rundweg bestaunt der Gast Heide-, Stein- und Kräutergärten, die sich ihm in einer liebevoll gepflegten Landschaft präsentieren.
Wisentgehege Insel Usedom
Am Südostrand der Mellenthiner Heide leben einige Wisente im Wisentgehege Insel Usedom. Tierbeobachtungen sind nur von der Besucherplattform aus möglich – eine Perspektive, die auch schöne Erinnerungsfotos verspricht.
St. Petri Kirche in Benz
1229 wurde für Benz erstmals ein Geistlicher und damit eine Kirche erwähnt. Von einer um 1300 errichteten St. Petri Kirche ist heute noch das Mauerwerk am Langschiff zu sehen. Später wurde die Kirche erweitert und mit einem Turm versehen, bevor sie im Dreißigjährigen Krieg als Pferdestall zweckentfremdet wurde, dann unter schwedischer Herrschaft und dem Engagement des schwedischen Gouverneurs Peter Appelmann wieder hergerichtet. Seine barocke Haube mit aufgesetzter Laterne erhielt der Turm 1740. In dem im späten 19. Jahrhundert restaurierten Innenraum beeindruckt noch heute die Kassettendecke mit den 135 in leuchtenden Farben gemalten Sternbildern. Eine Kopie der „Beweinung Christi“ von Anthonis van Dyck schmückt den Altar, der nicht nur während der regelmäßig stattfindenden Gottesdienste bestaunt wird, sondern auch beim alljährlichen Benzer Kirchensommer, mit dem sich die St. Petri Kirche zu Benz zu einem bedeutenden Kulturforum entwickelt hat.
Kunst-Kabinett Usedom in Benz
Direkt neben der Benzer Kirche widmet sich eine Ausstellung im Kunst-Kabinett Usedom ganzjährig den Werken des berühmten deutsch-amerikanischen Malers Lyonel Feininger, der zwischen 1908 und 1912 viel Zeit auf Usedom verbrachte. Mit seinem Fahrrad der Marke Cleveland Ohio radelte er über das Eiland und entdeckte dabei nahezu unzählige Motive, die er in seinen „Naturnotizen“, wie er sie nannte, zu Papier brachte. Zurück in seiner Unterkunft, saß er vor seiner Staffelei und brachte das Erlebte zu Papier. Neben seinen Werken sind heute auch handschriftliche Briefe von Feininger und ein Fahrrad der Marke Cleveland Ohio im Kunst-Kabinett Usedom ausgestellt.
Holländerwindmühle in Benz
Stolz thront sie, umgeben von weiten Wiesen und prächtigen sattgrünen Bäumen und Büschen, gen Himmel: die Holländerwindmühle in Benz. Das Wahrzeichen des Ortes ziert den Mühlenhügel seit 1830 und verrichtete dort bis 1971 tagaus, tagein seinen Dienst. Ihr heutiges Aussehen hat die Mühle dem Maler Otto Niemeyer-Holstein zu verdanken, der in Lüttenort unweit von Zempin lebte und die Holländerwindmühle 1974 kaufte. Er ließ die Mühle mit rund 30.000 Außenschindeln und neuen Flügeln sorgfältig restaurieren, um anschließend ein Atelier für sich und seine Schüler darin einzurichten. Heute begeistert die Mühle als technisches Denkmal und als eines der beliebtesten Fotomotive des Naturparks Insel Usedom – und durch den selbst gebackenen Kuchen, der vor allem während der Sommermonate täglich direkt neben der Mühle zur gemütlichen Auszeit einlädt. Zu den traditionellen Mühlenfesten am Pfingstmontag und im Juli finden kleine Kunstausstellungen in der Mühle statt. Unweit von der Benzer Holländerwindmühle entfernt präsentiert sich in Pudagla außerdem auch eine alte Bockwindmühle ihren Gästen. Die Einzige noch erhaltene ihrer Art in Mecklenburg-Vorpommern war bis 1937 in Betrieb. Anders als bei ihrer „holländischen“ Verwandtschaft drehen sich die behäbigen Flügel hier mit dem gesamten Gehäuse um den Bock – auch heute noch viermal jährlich beim Schaumahlen.
Kückelsberg in Benz
Eine schöne Gesamtansicht von Benz und Schmollensee bietet sich vom 58 Meter hohen Kückelsberg. Von der nach Labömitz führenden Landstraße steigen Sie in wenigen Minuten zum Aussichtsturm hinauf.




