Sehenswertes im Lieper Winkel
Hafen und Heimathof Rankwitz
Der Rankwitzer Heimathof informiert noch heute über die einstige Arbeit der Fischer, aber auch über die der Tischler und Weber. Außerdem können in diesem kleinen Museum alte Volkstrachten, Spinnräder und ein alter Handwebstuhl bestaunt werden. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie man anno dazumal zu leben pflegte, sollte die nachgebaute Bauernküche nicht verpassen. Im Rankwitzer Hafen liegen die Fischerboote und Segelyachten ruhig im Wasser. Netze hängen zum Trocknen aus, während nur wenige Meter entfernt davon die Fischer den frisch gefangenen Fisch traditionell räuchern. Ein Besuch des Rankwitzer Hafens wird vom Einkauf in der Fischräucherei perfektioniert.
Quilitz
Über einen markierten Radweg geht es am Achterwasser entlang durch die Idylle des Lieper Winkels nach Quilitz. Touristischen Trubel gibt es hier nicht, stattdessen lädt ein feinsandiger schmaler Strand zum erfrischend-entspannten Bad im Peenestrom ein. Von Quilitz aus lässt sich die gemütliche Landpartie mit dem Rad am besten am Peenestrom entlang bis Warthe und von dort weiter am Nordufer des Lieper Winkels nach Grüssow fortsetzen – eine bezaubernde Tour mit unverwechselbaren Ausblicken auf die Seenlandschaft des Achterwassers, die wie geschaffen sind für den Fokus der Kamera.
Jungfernberg
Nördlich von Rankwitz erhebt sich der Jungfernberg – mit 18 Metern die höchste Erhebung der Halbinsel Lieper Winkel, von der die Gäste einen Blick über den Peenestrom und die Festlandküste genießen.
Liepe
Ursprünglich nannten die Slawen diesen Ort Lipa – ein Indiz dafür, dass die Siedlung einst von Linden gesäumt war. Noch heute stehen einige an der Kirche St. Johannes, die 1216 erstmals Erwähnung fand und damit eine der ältesten Kirchen der Insel ist. Eine Mischung aus Feld- und Backsteinen verleiht der Kirche ihren Charme. Hübsche Wandmalereien zieren das Innere der Kirche und symbolisieren die Kreuzigung und Auferstehung Christi. Die Kirche ist nicht nur ein klassisches Gotteshaus, sondern auch Bühne für Konzerte und Lesungen – unter anderem Spielstätte des alljährlich im September und Oktober stattfindenden Usedomer Musikfestivals.
Warthe
Schmucke Reetdachkaten und Fachwerkhäuser verleihen dem Ort an der nordwestlichen Ecke der Halbinsel seinen Glanz. Absolutes Highlight ist das „Blaue Haus“, das nicht nur mit seinem himmelblauen Anstrich, sondern auch mit einer hübsch bemalten Holztür die Blicke der Einheimischen und Urlauber immer und immer wieder auf sich zieht. Von der Warther Badestelle aus lässt sich außerdem ein schöner Blick über den Peenestrom aufs Festland und auf die Lassaner Marienkirche genießen.
Morgenitz
Morgenitz – das Tor zum Lieper Winkel und ein verträumtes Töpferdorf vor einer malerischen Kulisse. Reetgedeckte Gehöfte aus rotem Backstein reihen sich hier an den schmalen gepflasterten Straßen aneinander. Der Backsteinbau der Kirche von Morgenitz mit weit herunter gezogenem Dach ist gegen Ende des Mittelalters entstanden. Wie viele andere Usedomer Sakralbauten hat auch dieser keinen Turm, einen auf dem Kirchhof freistehenden Glockenstuhl. Die Westfassade der Kirche wird von sechs hohen Blendbögen strukturiert. Die Innenausstattung des Gotteshauses stammt aus dem 18. Jahrhundert. An Kanzel, Altar und Gestühl hat sich Peter Christoph hier im Jahre 1777 künstlerisch verwirklicht. Unter dem Altar befindet sich eine Gruft mit Kreuzgewölbe. Auf dem Kirchhof steht ein riesiger Findling aus einer Kiesgrube am Gothensee. Für den Transport sollen einst 16 Pferde notwendig gewesen sein.
Keramikwerkstatt Dannegger in Morgenitz
Traditionelle Fayencen, Terrakottaware für den Garten und formschönes Gebrauchsgeschirr wie Töpfe, Kannen, Krüge und Schüsseln werden in der Keramikwerkstatt der Familie Dannegger mit viel Liebe und künstlerischem Charme hergestellt und verkauft. Das besondere Metier von Astrid Dannegger sind die figürlichen Dekorationsstücke mit ihrem skurrilen Formenreichtum. Einmal im Jahr verwandelt die Keramikwerkstatt Dannegger den sonst so beschaulichen Ort Morgenitz in einen Anziehungsort für Tausende Gäste aus ganz Deutschland: Beim Morgenitzer Töpfermarkt jeweils am letzten Juliwochenende stellen 30 Werkstätten aus der Bundesrepublik Deutschland ihre kunstvollen Arbeiten aus. Die mit Kopfsteinen gepflasterte Straße wird zum großen Basar mit Livemusik, Getränkebuden und Imbissständen.
Suckower Eiche
500 Meter von Suckow entfernt ragt ein imposantes Naturdenkmal 15 Meter weit stolz gen Himmel – die Suckower Sockeleiche. Der Baum auf dem bronzezeitlichen Hügelgrab ist stolze 1000 Jahre alt – wurde sie doch bereits 1298 als Grenzmarke in einer Urkunde des Pommernherzogs Bogislaw IV. erwähnt. Doch das Millennium ist nicht spurlos an ihr vorbeigegangen: Der in Brusthöhe 6,50 Meter dicke Stamm wird von zwei Eisenringen gestützt und einer der Hauptäste fiel einem Sturm zum Opfer.




